Mit Yogaphilosophie im Hier und Jetzt?

Mit Yogaphilosophie im Hier und Jetzt?

Passt das? Patanjalis Yogasutras und unsere schnelllebige westliche Welt mit all ihren Ablenkungen und Konsumverhalten?

Oh ja und wie ich finde, auch sehr gut sogar!

Yoga ist eine Lebenseinstellung und diese "Regeln" helfen uns, einen Weg zu gehen, der uns zu Ruhe und Ausgleich bringt. Überall schreit es nach Selbstverwirklichung aber wie oft überrennen dabei die Starken die Schwachen, nerven Egotrips einzelne oder wird Respekt voreinander als Schwäche interpretiert?

Aber wovon sprechen wir hier?  Patanjalis (indischer Gelehrter) Sutren (Lehrverse) sind vermutlich 300 v.Chr. geschrieben und haben bis heute aber ihre Aktualität nicht verloren und sie werden zeitlos bleiben!

  1. Yama: Haltung gegenüber der Umgebung
  2. Niyama: Haltung uns selbst gegenüber
  3. Asana: Körperübungen
  4. Pranayama: Atemübungen
  5. Pratyahara: Das Nach-Innen-Ziehen der Sinne
  6. Dharana: Konzentration
  7. Dhyana: Meditation
  8. Samadhi: Die vollkommene Erkenntnis

Körper und Geist in Einklang zu bringen, ist unser Ziel. Selbstverwirklichung liegt im Zeitgeist und leider nur zu oft auf Kosten anderer. Die Stärkeren überrennen die Schwächeren - dabei bleibt die Frage, wer nun wirklich der Schwächere ist. Respekt anderen gegenüber wird als Schwäche interpretiert und Egotrips einzelner nerven nur noch. Patanjali setzt nicht umsonst den Umgang mit anderen und seiner Umgebung an den Anfang. "Wer bin ich" - die Frage setzt eine Reflektion voraus. Wie und warum gehe so mit anderen um? Wie und warum gehe ich mit mir um? "Wer bin ich?" - diese zentrale Frage ist mehr als die Frage nach Bedürnissen und Wünschen. Und dann erst kommen die Asanas. Sie lehren uns Kraft, Mut, Durchhaltevermögen. Erkennen wir wo wir dies schon haben und wo wir es noch etablieren müssen und warum? Kann unser Ego scheitern vertragen? Oder ist es gar kein Scheitern? Knicken wir vor unserem inneren Kritiker oder stärken wir unser Selbstvertrauen, weil wir wissen, dass wir irgendwann die ein oder andere Asana hinbekommen?

Der Weg zur Selbsterkenntnis ist schwer und oft spüren wir während der Praxis wie schwer, Tränen rollen, der Geist treibt und wir lehnen uns dagegen auf, welch ein Kraftakt. Doch über allem steht der achtsame Umgang mit anderen und uns! Nicht umsonst! Mit deinen Gedanken schaffst du dir deine Realität, sende, was du bekommen möchtest.

 

Und weil ich weiß, dass keiner so viel lesen möchte, belasse ich es bei den ersten drei Sutras und widme mich ein andermal den Restlichen. Genieße deine nächste Yogapraxis mit ein paar Gedanken an diesen Artikel und schreib mir doch mal, wie du damit klar gekommen bist.

 

Love&Peace

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